Zöhrerkapelle

Zöhrerkapelle

Die Zöhrerkapelle, eigentlich Kapelle "Maria Heimsuchung", erhebt sich in rund 1.100 Meter Seehöhe am Zöhrerkogel. Sie wurde 1798 an jener Stelle errichtet, wo sich früher, zumindest der Überlieferung nach, einer der Reichenfelser Pestfriedhöfe befand. Nach einigem Hin und Her wurde die Kapelle 1799 mit Erlaubnis des Bischofs von Lavant geweiht.

Seit ihrer Errichtung ist die Zöhrerkapelle ein weithin bekanntes Zentrum der Marienverehrung. Wallfahrer aus nah und fern pilgern zu ihr, um die Gottesmutter um Hilfe und Beistand in schweren Lebenslagen zu bitten oder ihren Dank abzustatten. Vor allem am 2. Juli jedes Jahres ist die kleine Kapelle das Ziel von Prozessionen.

Das Kapellenhaus wird im Westteil von einem kleinen Dachturm mit lieblichem Zwiebelhelm architektonisch bereichert. Das Langhaus besitzt eine flache Decke, der Chorraum dagegen ein Tonnengewölbe. Im Kircheninneren steht natürlich die Muttergottes überall im Mittelpunkt. Auch der barocke Hochaltar, der der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zugeschrieben wird, zeigt Maria, die von  den heiligen Aposteln Petrus und Paulus und von Engeln umgeben ist. Darunter befindet sich das Tabernakel. Von besonderer Schönheit ist der rechte Seitenaltar, auf dem die Gottesmutter und die Apostel bei der Herabkunft des Heiligen Geistes dargestellt sind.

Im Kirchenraum befinden sich, neben zahlreichen Statuen und Heiligenfiguren, auch einige besonders eindrucksvolle Votivbilder, die von der tiefen Gläubigkeit und Dankbarkeit jener Menschen zeugen, die im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte zur bekannten Kapelle am Zöhrerkogel pilgerten.