Pfarrkirche St. Peter

Pfarrkirche St. Peter

Die Pfarrkirche St. Peter ist vielleicht die älteste Kirche im oberen Lavanttal. Vielleicht bestand sie tatsächlich schon um 931, als Erzbischof Odalbert von Salzburg im oberen Lavanttal ein nicht näher bezeichnetes Grundstück "beim Gotteshaus" auf dem Tauschweg erwarb. Jedenfalls wird die Kirche St. Peter 1203 erstmals urkundlich erwähnt, als Papst Inozenz III. in der päpstlichen Residenzstadt Anagni dem Bistum Bamberg die Kirchen "sancti petri" (St. Peter) und "sancti leonhardi" (St. Leonhard) bestätigte. 1388 wird dann auch die eigenständige Pfarre St. Peter erstmals genannt.

Architekturhistorisch zu begründende Rückschlüsse auf das tatsächliche Alter der Kirche sind schon deshalb kaum möglich, weil der ursprünglich romanische Bau 1480 von den Türken niedergebrannt wurde. Auf den Resten des Gotteshauses wurde im spätgotischen Baustil eine neue Kirche errichtet, die 1492 oder 1493 geweiht und damit ihrer Bestimmung übergeben wurde. Romanische Bausubstanz findet man noch im Mauerwerk des Kirchenschiffs.

Durch das spätgotisch profilierte Portal im Westen gelangt man in das Innere der Kirche. Das dreijochige Schiff ist sternrippengewölbt, der Chor dagegen kreuzrippengewölbt. 1888 wurde der ursprünglich "niedere Chorraum mit dem kleinen, unförmigen Triumpfbogen" abgetragen, erweitert und der Höhe des Kirchenschiffs angepasst. Im Kircheninneren blieb ein achtseitiger Taufstein erhalten, der die Jahreszahl 1488 trägt. Aus gotischer Zeit stammt auch die Sakramentsnische in der linken Chormauer, die durch ein Gitter geschützt wird.

Der Hochaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit offenbar mehrmals erneuert. Unter den zahlreichen Statuen am Hochaltar befindet sich auch eine des Kirchenpatrons Petrus, die aus den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts stammt. Der Seitenaltar, der dem heiligen Johannes Nepomuk und der heiligen Margaretha geweiht ist, wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigt.

Der mächtige Eindruck des Kirchengebäudes wird vor allem vom gotischen Westturm bestimmt, der ein barockes Zwiebeldach trägt. Dass der Turm einen so besonders wehrfähigen Eindruck vermittelt, dürfte seine Ursache vor allem in den schlimmen Erfahrungen haben, die die Bevölkerung während der Türkenzeit machen musste.