Pfarrkirche St. Jakob
![]() Pfarrkirche St. Jakob
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Die Pfarrkirche St. Jakob, am Eingang zum Sommerauer Graben gelegen, ist ein mittelgroßer Bau, der bis heute das Ortsbild entscheidend prägt. Die Kirche, die dem Apostel Jakobus d. Älteren geweiht ist, wurde wohl spätestens in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. 1285 wird jedenfalls die Pfarre Reichenfels erstmals in einer Urkunde genannt. Das ursprünglich im romanischen Baustil errichtete Gotteshaus wurde im Laufe seiner sieben Jahrhunderte währenden Geschichte mehrfach erneuert und ausgebaut. Als 1480 die Türken den kleinen Bergbauort heimsuchten, wurde die Jakobskirche fast völlig zerstört. Innerhalb weniger Jahre wurde sie von der Bevölkerung wieder errichtet und, den Erfordernissen der gefährlichen Zeit entsprechend, mit besseren Schutz- und Verteidigungsanlagen ausgestattet. Aus romanischer und gotischer Zeit stammt noch ein Teil des Mauerwerks im Langhaus und im nach Osten hin ausgerichteten Turm mit quadratischem Grundriss. In der Süd- und der Westwand des Langhauses blieben romanische Fenster bis heute erhalten. Der Turmaufbau und der Zwiebelhelm, die heute das Aussehen des Gotteshauses prägen, stammen aus spätbarocker Zeit. Der Kirchenraum selbst ist einschiffig und besaß früher eine flache Holzdecke. Die Netzrippengewölbe stammen aus spätgotischer Zeit, ebenso der Taufstein und das Sakramentshäuschen, das hinter einem Gitter verborgen ist. Der Hochaltar wurde in der Barockzeit angefertigt und später stark erneuert. In seinem Zentrum befindet sich der heilige Jakobus, der als Pilger dargestellt wird. Rechts davon ist eine Statue des heiligen Leonhard zu sehen, der seit jeher als Schutzpatron der Tiere und Gefangenen verehrt wird; links eine Statue des heiligen Martin, der im Alpenraum noch heute einer der populärsten Heiligen ist. Noch heute ist die Jakobskirche von einer hohen Friedhofsmauer umgeben.
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