Mathias Bienlein

Grabstein des Mathias Bienlein

Mathias Bienlein  (gest. 1604) war offenbar der letzte Pfleger, der, zumindest zeitweise, auf der Burg Reichenfels lebte. Danach wurde die Herrschaft stets von St. Leonhard aus verwaltet. Um Mathias Bienlein ranken sich seit jeher viele Legenden. Mit der Kunst des Goldrnachens wird er ebenso in Verbindung gebracht wie mit anderen geheimen Machenschaften, die in adeligen Kreisen damals durchaus keine Seltenheit waren.

Der Grabstein des Mathias Bienlein ist heute in die Außenmauer der Reichenfelser Pfarrkirche St. Jakob zu besichtigen. Die Inschrift, die er trägt, passt so gar nicht in das Bild, das die Legenden von ihm zeichnen: "Hier ligt der ehrenfeste Herr Mathjes Bienlein. Für. Bamb. Pflegsverwalter der Herrschaft Reichenfels, wellicher den 20. Juni in Gott selligtglich entschlaffen, dem Gott undt allen Christglaubigen ein freliche aufferstehung undt ein Ewiges Leben am Jüngsten tag verleihen welle. Amen. Anno dm 1604."