Die Preblauer Quellen

Der „Preblauer Sauerbrunn“ aus Preblau bei Bad St. Leonhard im oberen Lavanttal war bereits im Mittelalter bekannt und geschätzt. Das heilkräftige „saure Wasser“, das über einen natürlichen Gehalt an Kohlensäure verfügt, wurde schon im 13. Jahrhundert in tönernen Krügen bis nach Bamberg verschickt.

Zwischen 1538 und 1540 soll auch der berühmte Arzt und Naturforscher Paracelsus den Preblauer Säuerling einer genaueren Untersuchung unterzogen und ihn als „heilkräftiges“ Wasser empfohlen haben. In späterer Zeit nannte man eine mächtige Buche in der Nähe des Brunnens „Paracelsusbuche“. Und noch heute ist das Wasser der alten „Paracelsusquelle“ weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

Die Kuranstalt, die ihre Blütezeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte, musste nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt werden. Nach wie vor wird aber das heilkräftige Wasser in Flaschen abgefüllt und verschickt. Der Preblauer ist heute eines der bekanntesten Mineral- und Heilwässer Europas.