Die Schwefelheilquelle

 

Die heilkräftige Schwefelquelle, der die Stadt Bad St. Leonhard den Zusatz “Bad” in ihrem Namen verdankt, entspringt am Fuße des Kreuzberges, fließt von dort aus in einen Sammelbehälter und wird in das alte Kurhaus geleitet. Seit vielen Jahrzehnten schon ist die schwefelhältige Quelle als natürliches Heilvorkommen anerkannt.

Das Quellwasser, das hohe Prozentsätze Schwefelwasserstoff und Hydrogenkarbonat aufweist, wird in allen Kontrollanalysen als klar, farblos und ohne Bodensatz beschrieben. Charakteristisch sind der intensive Schwefelgeruch und der leicht süßliche Geschmack.

Der Hauptgrund für die Anerkennung als Heilvorkommen ist der relativ hohe Gehalt an titrierbarem Schwefel, der mit rund 5 mg/kg den für Schwefelheilquellen geforderten Mindestgehalt von 1 mg/kg bei weitem übertrifft.

Positive Auswirkungen des Bad St. Leonharder Schwefelwassers sind bei allen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises – vor allem bei Muskelrheumatismus, bei Neuralgien und bei Gicht – zu erwarten. Empfohlen wird die Anwendung des Schwefelwassers auch bei allergischen Hautreaktionen, bei chronischen Ekzemen und bei Akne. Günstige Wirkungen sind auch bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen nachgewiesen.

Die St. Leonharder Schwefelquelle stellt ein in Österreich einmaliges Heilvorkommen dar.