Spitalkirche

 

Die Spitalkirche im Süden der Altstadt, direkt an der Bundesstraße gelegen, wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte mehrfach restauriert und hat daher viel von ihrem ursprünglich gotischen Charakter eingebüßt.

Ihren Namen verdankt die kleine Kirche, die außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern liegt, einem Frauen- und Armenspital, mit dem sie in früherer Zeit durch einen Gang verbunden war. In der Türkenzeit soll die Kirche den türkischen Belagerern der Stadt als Heumagazin und Pferdestall gedient haben. Noch im 19. Jahrhundert, so wird berichtet, hat man als Erinnerung an diese raue Zeit hinter dem Altar stets ein Bündel Heu aufbewahrt.

Heute dient die Spitalkirche auch als Aufbahrungsort. Am Begräbnistag wird der Sarg mit dem Verstorbenen von einer Prozession über den sogenannten „Steinernen Weg“ zur Kirche St. Leonhard begleitet, wo schließlich die Totenmesse stattfindet.