Die Leonhardikirche

Leonhardikirche

 

Die Kirche St. Leonhard ruht auf einer rund 40 Meter über der Talsohle gelegenen, künstlich angelegten Terrasse. Die mächtige dreischiffige Basilika, die eine Gesamtlänge von 48 Metern und eine Breite von rund 21 Metern aufweist, wurde mit bemerkenswerter Präzision aus sorgfältig gearbeiteten Steinblöcken errichtet. Noch heute ist die Kirche von einer wehrfähigen Mauer umgeben. Das Gotteshaus, das nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den größten frühgotischen Kirchen Kärntens zählt, stammt im wesentlichen aus den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts.

Im Kircheninneren gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Zum Beispiel den frühbarocken Hochaltar, der eine Höhe von 15 Meter erreicht, und die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert. Aus spätgotischer Zeit stammen der berühmte Anna-Flügelaltar von 1513, einer der schönsten Flügelaltäre Kärntens. Zu den wertvollsten gotischen Marienstatuen Kärntens zählt die „gotische Madonna“ von St. Leonhard. Die eindrucksvolle Holzstatue der thronenden Maria mit dem Kinde, die aus der Zeit um 1330 stammt, wurde im 17. Jahrhundert mit Zepter und Krone versehen und im 19. Jahrhundert neu gefasst.

Das spätgotische Fastentuch aus der Zeit um 1520, das wunderschöne Darstellungen biblischer Szenen von der Erschaffung der Welt bis zur Auferstehung Christi enthält, stammt ursprünglich aus Reichenfels. Zum Kirchenschatz gehört schließlich auch eine gotischer Silbermonstranz aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Die Glasfenster des St. Leonharder Gotteshauses sind weithin bekannt. Mit insgesamt 139 erhaltenen Einzelscheiben bilden sie die umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Glasgemälde in Kärnten. Die ältesten Stücke stammen noch aus der Bauzeit der Kirche.