Schloss Waldenstein
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Das Schloss Waldenstein, an einem schattigen Hang im Waldensteiner Graben errichtet, gehört bereits zum Gebiet der Stadtgemeinde Wolfsberg. Die Burganlage wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Auftrag der Bamberger erbaut, die im Waldensteiner Graben zu dieser Zeit den Abbau von Eisenerz betrieben. 1158 wird Dietrich von Ungnad-Sonnegg als bambergischer Lehensträger auf Waldenstein genannt. Die ursprünglich romanische Burganlage wurde im Laufe der Zeit weiter ausgebaut und ständig erneuert. Vor allem im 14. und 15. Jahrhundert entstanden um den viereckigen Innenhof mehrere unregelmäßige Zubauten im gotischen Baustil. Die daran anschließenden West- und Südflügel fallen bereits in die Renaissancezeit. Von den Anfängen der Burg im 12. Jahrhundert bis ins erste Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts sind die Ungnad von Sonnegg als Lehensträger und Eigentümer der Burg belegt. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Waldenstein unter dem evangelischen Landes- und Feldhauptmann Hans Ungnad von Sonnegg (1483-1564) das erklärte Zentrum der Reformationslehre im Lavanttal. 1607 starb mit Simon Ungnad der letzte männliche Spross des Adelsgeschlechts. 1851 erwarb Graf Hugo Henckel von Donnersmarck den gesamten Besitz und forcierte den alten Bergbau im Waldensteiner Graben. Noch heute widmet man sich dort dem Abbau von Eisenglimmer. Auf Schloß Waldenstein vertonte anno 1835 der Wolfsberger Josef Ritter von Rainer-Harbach ein Gedicht von Johann Thaurer Ritter von Gallenstein. Das Lied wurde 1911 zum "Kärntner Heimatlied" erklärt.
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