Die Feste Twimberg
![]() Feste Twimberg |
Die Feste Twimberg, der auch die Ortschaft ihren Namen verdankt, wurde 1326 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg, die vermutlich weitaus älter ist, gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits dem Bistum Lavant, das seinen Sitz seit 1226 in St. Andrä hatte und im mittleren und unteren Lavanttal begütert war. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg weiter befestigt und mit einer mächtigen Ringmauer umgeben. Das Burgtor war nur über eine Zugbrücke zu erreichen. Von 1481 an hielten die Ungarn die Burg Twimberg fast zehn Jahre lang besetzt und unternahmen immer wieder kriegerische Beutezüge ins Umland. Vergebens versuchten die kaiserlichen Truppen, die gut befestigte Burg einzunehmen. Die Ungarn kontrollierten von der Festung aus auch den Handelsweg durch den Twimberger Graben. Weil dort immer wieder Reisende, Adelige und Händler überfallen, beraubt und manchmal sogar für einige Zeit auf der Festung gefangen gehalten wurden, bis sich ihre Angehörigen mit dem geforderten Lösegeld einfanden, galt Twimberg noch Jahrhunderte später als sagenumwobene "Raubritterburg". Erst 1490 zogen die ungarischen Soldaten wieder ab. Im 20. Jahrhundert wurden an der stark verfallenen Burganlage mehrfach Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei fand man auch eine gut erhaltene, drehbare Schießscharte aus Holz, die dem Kärntner Landesmuseum zur Aufbewahrung übergeben wurde.
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