Schloss Lichtengraben
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Schloss Lichtengraben, unweit von der alten Painburg gelegen, ist ein massiver Bau mit einem kleinen Innenhof. Das Schloss wurde noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Als Bauherr gilt Siegmund von Pain, der auch Schloss Wiesenau erbaute. Bis um 1620 blieb Lichtengraben im Besitz der Herren von Pain und wechselte danach mehrfach seine Besitzer. 1641 kam es an die Familie Siegersdorf, die das Schloss bis um 1700 besaß. In der Hausgeschichte sticht vor allem Franz Josef Freiherr von Teuffenbach (1702-1785) hervor. Teuffenbach diente als Offizier in einem ungarischen Reiterkorps, das 1742 München besetzte und dabei rücksichtslos gegen die Bevölkerung vorging. Um diesem schrecklichen Treiben endlich Einhalt zu gebieten, dachten sich die Münchner eine List aus. Sie luden die feindlichen Offiziere zum Gottesdienst in den Dom, um sie dort einzusperren und von ihrer Mannschaft zu trennen. Aber der Plan schlug fehl. Die Offiziere durchschauten die List, besetzten ihrerseits die Kirchentore und richteten im Inneren des Gotteshauses ein fürchterliches Blutbad an. Franz Josef von Teuffenbach soll dabei den Bischof von München am Altar erschossen haben.
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