Trauergenius von Wiesenau
![]() Trauergenius von Wiesenau |
Der Trauergenius im Schloss Wiesenau ist eine jener seltenen römerzeitlichen Vollplastiken, die man auf Kärntner Boden gefunden hat. Unter den im Gebiet des "Galgenbichls" sichergestellten Funden nimmt der 71 Zentimeter hohe und 29 Zentimeter breite Trauergenius eine Sonderstellung ein. Die mit Flügeln versehene Marmorfigur, die als besonders eindrucksvolle Arbeit eines heimischen Künstlers gilt, wurde im Laufe der Jahrhunderte durch fortschreitende Korrosion leider arg in Mitleidenschaft gezogen. Der nackte Genius hat ein freundliches, rundes Gesicht und leicht gewelltes Haar. Sein Blick ist nach vorn gerichtet. Die linke Hand liegt auf der rechten Schulter. In der rechten Hand hält er eine Fackel, die zum Boden weist. Das rechte Bein ist über das linke Standbein geschlagen. Die charakteristischen Marmorflügel sind stark beschädigt. Der Trauergenius, der 1991 im Rahmen der ersten Kärntner Landesausstellung in St. Paul erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentiert wurde, wird heute zusammen mit anderen römerzeitlichen Funden im Schloss Wiesenau bewahrt.
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