Der Kärntner Sonnenturm ist 20 Jahre alt
Dass es in Kärnten viele Sehenswürdigkeiten gibt, ist weithin bekannt. Inmitten jahrhundertealter Kirchen, Burgen und Schlösser hat es aber auch und gerade ein Bauwerk der modernen Kunst geschafft, zu einem der bekanntesten Wahrzeichen des Landes zu werden: der "Kärntner Sonnenturm" an der A2, hoch oben am Autobahnrastplatz Twimberg.
Die eindrucksvolle stählerne Turmkonstruktion, die 1986 nach Plänen des bekannten Künstlers Prof. Giselbert Hoke errichtet wurde, war von Anfang an als weithin sichtbares Zeichen für das Kultur- und Kunstschaffen in Kärnten gedacht. "Der Turm soll darauf hinweisen, dass Kärnten durch seine gegenwärtige und vergangene Kultur ein sehr reiches Land ist", meinte Hoke im Eröffnungsjahr. Damals erwartete der Künstler regen Zuspruch. Und diese Hoffnung hat sich, gemessen am seither ungebrochenen Interesse der Besucher, auch erfüllt.

Heute sind es im Tagesdurchschnitt weit über 10.000 Fahrzeuge, die den Autobahnabschnitt zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg frequentieren. Viele, an Spitzentagen wohl hunderte Autoreisende nützen die Gelegenheit, um sich am Rastplatz Twimberg von den Strapazen langer Autoreisen ein wenig zu erholen. Dann hat der Kärntner Sonnenturm als Gästeattraktion wieder Hochbetrieb.

 

 

82 Stufen sind es, die man im 24 Meter hohen Turm nach oben steigt. Auf dem Weg zur höchsten Plattform begegnet man den kunstvoll eingravierten Namen der Bischöfe und Regenten des Landes ebenso wie denen der Dichter, Musiker und bildenden Künstler. Über ihnen allen aber steht die Sonne als Symbol für die geistige Kraft und das Wirken der Menschen im Land. Der Kärntner Sonnenturm ist heuer 20 Jahre alt.

W. Thelian