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Geographische Lage
Umrahmt von den mächtigen Gebirgszügen der Kor- und der Saualpe, begrenzt
vom Obdacher Sattel im Norden und dem breiten Flußbett der Drau im Süden,
eingebettet zwischen dichten Wäldern und grünen Wiesen wird das Tal vor allem
durch seinen Nord-Süd-Verlauf charakterisiert. Kaum anderswo in Kärnten gibt
es so viele Sonnentage wie hier.
Klima
Allerdings herrschen zwischen dem südlichen und dem nördlichen Talabschnitt
beträchtliche klimatische Unterschiede. So setzt in den Gebieten um St. Paul
und St. Andrä, wo warme Meeresluft aus dem Süden für ein extrem mildes Klima
sorgt, der Vorfrühling für gewöhnlich bis zu drei Wochen früher ein als im
hochtalähnlichen Norden des Tales.
Dort verursacht ein leichter, sanfter Wind
zwar an manchen Tagen ein etwas "frischeres" Klima, garantiert
andererseits aber auch die ständige Zufuhr unverbrauchter Luftmassen. Ein
Umstand, der für alle touristischen Bestrebungen in der Region und vor allem
für den Gesundheits- und Kurtourismus von großer Bedeutung ist.
Im glücklichen Zusammenspiel mit den ausgesprochen guten Bodenverhältnissen
begünstigt die warme Herbstsonne die Reife des Obstes. Die "Lavanttaler
Banane" ist eine weithin bekannte, besonders schmackhafte Apfelsorte, und
auch der heimische Apfelmost und die gehaltvollen Lavanttaler Schnäpse haben
neben den zahlreichen anderen bäuerlichen Qualitätsprodukten längst viele
Freunde im In- und Ausland gefunden. Aber auch der Lavanttaler Spargel wird weit
und breit als kulinarische Köstlichkeit geschätzt.
Weinbautradition
Nicht umsonst galt die heutige Bezirksstadt Wolfsberg schon im Mittelalter
als Zentrum des Kärntner Weißweinanbaus. Erst viel später, bedingt durch
klimatische Veränderungen und die immer stärkere Konkurrenz der steirischen
Weinbaugebiete, mußte diese alte Tradition fast gänzlich aufgegeben werden.
In den siebziger Jahren hat man an verschiedenen Orten des Tales mit der
Wiederbelebung des Weinbaus begonnen. In der wissenschaftlichen
Obstbauversuchsanstalt der Kärntner Landwirtschaftskammer in St. Andrä keltert
man seit 1975 edlen Rebensaft, und 1978 wurde auch auf den Terrassen von Schloß
Thürn ein Weingarten ausgepflanzt. Neben dem wissenschaftlichen Interesse steht
dabei die berechtigte Hoffnung im Vordergrund, neue Ansatzpunkte für eine noch
engere Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus zu schaffen.
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