Bergleute, Handwerker und Händler
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Der Jüngling vom Magdalensberg (Magdalensberg/Kärnten) ist eine Bronzestatue aus dem 5. Jh. v. Chr. und gilt als kostbarstes römerzeitliches Fundstück, das jemals auf Kärntner Boden gemacht wurde. Das Original befindet sich seit dem 19. Jh. in Wien.

Keltische und römische Münzen waren in unterschiedlichsten Ausprägungen im Umlauf. Noch heute gibt so mancher Ackerboden einen kleinen römerzeitlichen Schatz frei.

 

 

 

 

Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch Eisenerz und Kupfer, die landwirtschaftlichen Produkte und kunsthandwerklichen Erzeugnisse der Kelten waren bei den welterfahrenen römischen Händlern besonders beliebt. Es konnte daher nicht ausbleiben, dass sich intensive Handelsbeziehungen zwischen der keltisch dominierten Bevölkerung des Lavanttals und den Römern anbahnten. Beziehungen, die für beide Seiten von großem Vorteil waren und das entlegene Lavanttal ein gutes Stück näher an die von Rom geprägte und beherrschte Zivilisation rückten.

Die Oberlavanttaler Handwerker profitierten wohl auch von den Ereignissen im Raum Hüttenberg, der so genannten "norischen Region" Kärntens, die damals eine der größten und bedeutendsten Waffenschmiedestätten des römischen Weltreichs war. Das norische Eisen, von den Chronisten "ferrum Noricum" genannt, war der bedeutendste Exportartikel der Kelten. Weit und breit schätzte man das stahlähnliche Bergbauprodukt, das über einen besonders hohen Kohlenstoffgehalt verfügte und daher in Qualität und Wert lange Zeit unübertroffen blieb.

Selbst Cäsars Schwert war aus norischem Stahl geschmiedet, und vermutlich stammte auch der Dolch, durch den der große Imperator ums Leben kam, aus diesem Teil Kärntens. Grund genug, die römischen Händler bald auch auf die reichen Erzvorkommen jenseits des Klippitzthörls aufmerksam zu machen. Auch hier hatte man kunstvolle handwerkliche Erzeugnisse aus den Schätzen der Erde zu bieten.

Um 15 v. Chr. wurde zwischen Kelten und Römern ein Gastfreundschaftsvertrag geschlossen. Während die Kelten die Bodenschätze abbauten, die Äcker bewirtschafteten, die Früchte der Felder ernteten und in den Wäldern jagten, brachten die Römer den internationalen Handel ins Tal. Auf dieser Basis war ein friedliches Miteinander möglich.

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