Endlich am Ziel

Am 22. Juni 1897 erhielten die Konzessionäre die Bewilligung für den Streckenbau und übertrugen die Ausführung dem k.u.k-Eisenbahnministerium, das in Wolfsberg die Oberbauleitung einrichtete. Nach der Ausarbeitung der Detailpläne konnte im Juli 1898 in Zeltweg mit dem Streckenbau begonnen werden. Von der Bahnstation Zeltweg aus, die man kurz zuvor erweitert hatte, wurden die Gleise zunächst bis zum Pölsbach und von dort aus nach Süden verlegt. Nach fast genau eineinhalbjähriger Bauzeit war die Distanz zwischen Zeltweg und Wolfsberg endlich überwunden und ein wirtschaftlicher Meilenstein für die Bevölkerung gesetzt.

Die Bahnlinie Wolfsberg-Zeltweg, für die man neue Lokomotiven, Güter- und Personenwagen angeschafft hatte, wies eine Länge von rund 50,4 Kilometer auf. Davon lagen 22,6 Kilometer auf steirischem und 27,8 Kilometer auf Kärntner Boden. Am Tag der Eröffnung konnten die Festredner stolz verkünden, dass von den Planern, Ingenieuren und Arbeitern in 432 Arbeitstagen insgesamt rund 1,145.000 Arbeitsstunden geleistet wurden. Neben den menschlichen Arbeitskräften waren auch 21.730 Zugtiere beim Streckenbau zum Einsatz gekommen. Die Kosten des Projektes wurden mit rund 8,4 Mio. Kronen beziffert.

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